Frische Meeresbrise und Remote Leadership

Wer unsere Reihe “Bright Skies Backstage” verfolgt weiß, wie frei unsere Mitarbeiter in der Wahl ihres Arbeitsortes sind. In dieser Ausgabe spinnen wir ein wenig “Remote Leadership-Seemannsgarn” mit Mark Heinzius, der bei Bright Skies den Geschäftsbereich Managed Services dirigiert. 

Mark geht es wie so vielen Führungskräften aktuell. Arbeiten von überall, ortsunabhängig und zeitlich flexibel ist zum Standard geworden. Das Team, welches Mark erfolgreich führen darf, sitzt verteilt auf sehr unterschiedliche Standorte. Darunter Hamburg, Mannheim, Leipzig und Sofia. Wobei auch hier jeder Mitarbeiter frei vom Ort seiner Wahl arbeitet. Und obwohl auch der Bereichsleiter sich den Vorzug des modernen Arbeitens auf seinem eigenen Boot zu Nutze macht, birgt Führung heutzutage ganz neue Herausforderungen.  

Für Mark ist das Leben auf dem Wasser mehr als der ideale Remote Arbeitsplatz. Die frische Brise, der Weitblick, das Gefühl von endloser Freiheit. Nichts unterstützt kreative Prozesse und innere Ausgeglichenheit mehr. Deshalb ist Mark so oft es geht auf oder am Wasser. Gern verbringt er seinen Feierabend an Deck. Doch noch viel mehr Kraft schöpft er aus der morgendlichen Ruhe im Hafen, wenn die Sonne langsam ihre Kraft entfaltet und er sich an der Kaffeetasse die Hände wärmt. 

Pünktlich zum Team-Daily ist dann aber Schluss mit der Hafenromantik. Über Microsoft Teams wird jeden Morgen der Status der aktuellen Themen besprochen. Feste Tagesabläufe und Termine sind für die Teammitglieder wichtig, um ständig über das Geschehen im Unternehmen und Team informiert zu sein. Mark setzt auf klare Rahmenbedingungen für Prozesse und Termine. Da das Managed Service Team bei Bright Skies international aufgestellt ist, wird besonders auf interkulturelle Unterschiede eingegangen. So wird in den TeamDailys häufig Englisch gesprochen, man tauscht sich in der Schichtplanung über unterschiedliche Feiertagsregelungen der Länder aus und aktuell geht es natürlich häufig um die jeweils geltenden Corona-Maßnahmen an den Standorten. 

Nach einem kurzen, effizienten Austausch mit dem Team ist für Mark eine stetige Erreichbarkeit des Teams sehr wichtig. Für unsere Kunden wollen wir einen hohen Servicelevel bieten. Hier setzt Mark vor allem auf Eigenverantwortung: “Es geht nicht darum, feste Pausenzeiten zu definieren. Es geht vielmehr um Kommunikation und gegenseitiges Verständnis“. So kann man im Teamchat eine rege Kommunikation verfolgen, hier ist jemand gerade mal kurz zu Tisch, woanders hat sich ein Kunde gemeldet und braucht Unterstützung und für morgen wird noch ein Kollege für eine Vertretung gesucht. Wie selbstverständlich begrüßen sich alle morgens im Team Chat, verabschieden sich zu Feierabend oder informieren die anderen, falls sie tagsüber längere Zeit nicht erreichbar sind. 

Was so selbstverständlich klingt, ist es oft nicht. Um dahin zu kommen, bedurfte es bei uns aber keines Workshops zur Teamkommunikation oder Teamregeln, verrät Mark: „Wir haben einfach gemacht.“ Manchmal ist das Geheimnis eben auch, den Dingen ihren Lauf zu lassen und den Mitarbeitern nicht durch zu viel Mikromanagement die Verantwortung für ihr Handeln zu entziehen. Die größte Chance, aber gleichzeitig auch die größte Challenge für eine Führungskraft liegt darin, den Mitarbeitern zu vertrauen. 

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Führung auf Distanz ist wie Bootfahren – Sie sollte die perfekte Symbiose aus Freiheit und Struktur darstellen. Autonomie spielt dabei eine entscheidende Rolle. Wer weit weg ist, braucht sie, um überhaupt arbeiten zu können – je komplexer die Kundenanfragen, desto freier und schneller muss der Mitarbeiter reagieren können. Dazu ist ein Sicherheitsnetz zur Stärkung der Autonomie wichtig. In Form eines Frameworks, einem transparenten Wissenstransfer, ständiger Erreichbarkeit und Support durch die Führungskraft und des Teams fühlt sich der einzelne Mitarbeiter in seinen Entscheidungsprozessen sicher aufgestellt.  

Das Ergebnis der Arbeit von Menschen mit Menschen ist immer wieder auch Arbeit in, an und mit einem komplexen System. 

Deshalb ist neben Autonomie eben auch Wertschätzung ein sehr wichtiges Thema, wenn es um remote Leadership geht. Mark achtet beispielsweise viel auf Körpersprache und Mimik seiner Mitarbeiter, um bei möglichen Problemen frühzeitig reagieren zu können. Dazu dienen regelmäßige One-to-Ones mit jedem Teammitglied. Alle Meetings werden mit eingeschalteter Kamera durchgeführt, denn nur so wissen alle, dass sie von jedem die volle Aufmerksamkeit genießen. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die aber eine große Wirkung haben können. 

Da der Spaß und das Gemeinschaftsgefühl remote nicht zu kurz kommen, kann es helfen Office Situationen zu rekonstruieren, indem man z.B. virtuelle Kaffeepausen einführt, in denen sich Mitarbeiter auch privat austauschen können oder freitags gemeinsam aus der Ferne mit einem Bier anzustoßen, zum Beispiel in unserem All-hands-Meeting. 

Nach Feierabend dreht Mark noch eine Runde auf der Elbe und kommt kurz vor  Sonnenuntergang wieder im Hafen an, macht das Boot fest, führt ein kurzes Gespräch mit dem Hafenmeister, tauscht Seemannsgarn mit den Steg-Nachbarn aus und schließt den Tag zufrieden mit einem letzten Blick in den Teamchat ab. Er schreibt „schönen Abend“ und sendet ein Bild vom Sonnenuntergang in die Runde. Gerade als er das Handy weglegen will, macht es „pling“. Eine, zwei, drei und dann etliche neue Nachrichten. Plötzlich hagelt es Feierabend-Bilder von überall her, am Grill im Garten, auf der Terrasse, auf der Couch oder in der Garage beim Motorrad mit dem Putzlappen in der Hand 

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